Häufig gestellte Fragen …
Mediationsausbildung
Statt lange zu lesen, können Sie uns auch gerne anrufen!
Ist die Ausbildung für mich geeignet?
Wenn Sie mit Menschen arbeiten, sei es angestellt oder selbstständig, passt die Mediationsausbildung wunderbar. Z.B. Mitarbeitende aus HR und Personalentwicklung, Führungskräfte, Projektmanager, selbstständige Beraterinnen, Coaches und andere Fachkräfte, die Konflikte professionell begleiten möchten. Aber auch Studierende können bei einem ausgewogenen Verhältnis in der Ausbildungsgruppe zugelassen werden.
Typische fachliche Hintergründe der Teilnehmenden sind unter anderem Psychologie und Wirtschaftspsychologie, Rechtswissenschaften, Pädagogik und Erziehungswissenschaften, Sozialpädagogik und Soziale Arbeit, HR- und Personalmanagement, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Medizin und Gesundheitsmanagement sowie Informatik.
Was habe ich von einer Mediationsausbildung bei IKOM Bonn?
Sie lernen, auch in komplexen oder emotional aufgeladenen Situationen den Überblick zu behalten und Gespräche zu leiten und zu strukturieren. Das gibt einfach Sicherheit und Gelassenheit, wenn’s hoch hergeht oder eisige Stimmung herrscht.
Sie bekommen größere Klarheit in Bezug auf Ihre Rolle(n) und können leichter erkennen, was darin möglich ist und was nicht.
Sie erhöhen Ihre Fähigkeit, sich in andere Personen hineinzuversetzen und sich die Perspektive anderer zu erschließen. Gleichzeitig wächst Ihre Toleranz für andere Sichtweisen und sie fühlen sich durch sie weniger schnell angegriffen.
Sie entwickeln eine Veränderung Ihrer eigenen Haltung und eine realistischere Einschätzung ihrer Einflussmöglichkeiten in Konflikten.
Die heterogene Zusammensetzung der Ausbildungsgruppen und ihr Zusammenhalt ermöglichen den ehrlichen Austausch über unterschiedliche berufliche wie persönliche Erfahrungen und Konfliktkontexte.
Wir sind kein Massenanbieter. Uns Ausbilderinnen liegt Ihre Lernentwicklung am Herzen. Wir begleiten Sie sorgfältig und individuell durch den gesamten Kurs und bleiben auch danach gerne in Verbindung. Durch unsere eher lokale Ausrichtung entsteht ein lebendiges Netzwerk.
Was passiert, wenn ich mal nicht kommen kann?
Jeder kann plötzlich krank werden oder einen wichtigen beruflichen oder privaten Termin reinbekommen. Die Inhalte der versäumten Zeit können Sie nacharbeiten anhand der Unterlagen, die wir auf unsere Lernplattform stellen.
Sie erhalten auch bei einer Fehlzeit von maximal 10% Ihr Abschlusszertifikat. Sollten Sie mehr als 10% der Unterrichtszeit fehlen, bescheinigen wir Ihnen am Ende der Ausbildung die Stunden, die Sie anwesend waren oder Sie buchen ein Vertiefungsseminar.
Kann ich danach eine Zertifizierung und Lizenzierung bekommen?
Die Mediationsausbildung bei IKOM Bonn entspricht den gesetzlichen Anforderungen der Rechtsverordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren. Darüber hinaus erfüllen wir die höheren Standards der BAFM, der Bundesarbeitsgemeinschaft für Familienmediation.
Nach erfolgreicher Teilnahme am Kurs sowie der Supervision von 5 Mediationen innerhalb von 3 Jahren nach Abschluss erhalten Sie ein Zertifikat als zertifizierter Mediator, zertifizierte Mediatorin. Die Bezeichnungen „Zertifizierte Mediatorin“ und „Zertifizierter Mediator“ sind geschützt nach der Verordnung über die Aus- und Fortbildung von zertifizierten Mediatoren (ZMediatAusbV) Für den dauerhaften Erhalt der Zertifizierung sind alle vier Jahre mindestens 40 Fortbildungsstunden zu absolvieren.
Das Zertifikat kann außerdem für die Lizenzierung als Mediator, Mediatorin BAFM Verwendung finden, wenn Sie an einer Vertiefungsausbildung teilgenommen haben und zwei Fälle dokumentieren. Die drei großen Verbände BAFM, BM und BMWA erkennen ihre Lizenzierungen gegenseitig an, sodass eine Lizenzierung beim der BAFM auch eine Lizenzierung beim BM e.V. beziehungsweise dem BMWA ermöglichen kann.
Basisausbildung und Vertiefung entsprechen auch dem QVM®-Standard. Die Zertifizierung erfolgt über die unabhängige Zertifizierungsstelle des QVM®. Weitere Voraussetzungen sind: 20 Stunden Intervision (Peer-Gruppen-Arbeit), ein Abschlussprojekt, 5 Fälle (mind. 25 Std.) mit Supervisionsbescheinigung, 2 davon mit Vereinbarung, sowie 2 Falldokumentationen auf QVM®-Formblatt.
Das klingt alles recht kompliziert? Gerne beraten wir Sie.
Wie hoch sind die Kosten und kann ich auch in Raten zahlen?
Unsere Basisausbildung kostet 3.590 € ohne Early Bird. Sie ist mehrwertsteuerbefreit nach § 4 UStG., was für Selbstzahler eine echte Erleichterung ist. Darin sind umfangreiche Zusatzleistungen enthalten wie ein interdisziplinäres erfahrendes Ausbilderinnenduo eine individuelle Lernbegleitung, Seminarunterlagen, Fotoprotokolle, Zugang zum Teilnehmendenportal, Teilnahmebescheinigung.
Vergleichen Sie: Wir rechnen alle Pausenzeiten sauber heraus und Sie bekommen wirklich die 135 Stunden Ausbildung.
Hinzu kommen insgesamt 944 €, die im Verlauf der Ausbildung an das Tagungshaus bezahlt werden.
Sie haben die Wahl zwischen einer Einmalzahlung oder drei Raten, wovon die 1. Rate vor Kursbeginn bezahlt wird. Übrigens: Bei uns kostet das auch nicht extra wie bei anderen Anbietern.
Die Kosten sind ggf. förderfähig über KOMPASS oder einen Bildungsscheck.
Muss ich im Tagungshotel übernachten?
Selbstverständlich können Sie frei entscheiden, ob Sie im Tagungshotel übernachten möchten. Es ist nicht verpflichtend. Sie entscheiden sich von Mal zu Mal. Wir haben jedoch vergünstigte Übernachtungstarife vereinbart, falls Sie einmal doch gerne einen gemeinsamen Abend vor Ort verbringen wollen.
Wie groß sind die Ausbildungsgänge?
Die Gruppengröße liegt üblicherweise zwischen 11 und maximal 15 Teilnehmenden. Während des Kurses sind beinahe durchgehend wir zwei Ausbilderinnen gleichzeitig anwesend. Sie haben also einen exzellenten Schlüssel und individuelle Unterstützung.
Muss ich mich zwischen den Modulen der Mediationsausbildung vorbereiten?
Man schafft es nicht immer, sich vor einem neuen Ausbildungsmodul vorzubereiten. Das ist überhaupt nicht tragisch. Sie können, aber müssen nichts zwischendurch lesen oder nacharbeiten. Es wird Sie nicht daran hindern, wieder gut weiterzumachen.
Was den meisten hilft ist die Arbeit in den Intervisionsgruppen, unsere Literaturtipps sowie unser sehr gut durchdachtes und eingedampftes Unterrichtsmaterial.
Wie komme ich an Mediationsfälle?
Den Absolventen unserer Ausbildung legen wir vor allem nahe, für Konflikte im eigenen beruflichen oder privaten Umfeld den Beteiligten ein Mediationsverfahren zu empfehlen, dabei aber nicht sich selbst, sondern jemanden aus dem eigenen Ausbildungsgang als Mediatorin vorzuschlagen. Diese empfohlenen Mediatoren werden erfahrungsgemäß über kurz oder lang auch Sie selbst einmal als Mediatorin vorschlagen.
Welche Berufschancen habe ich als Mediator, Mediatorin?
Oft werden wir nach den Berufsaussichten einer Mediatorin, eines Mediators gefragt. Das ist natürlich nur sehr schwer allgemein zu beantworten.
Wir beobachten seit langer Zeit den Stellenmarkt und natürlich den Markt für freiberufliche Mediatoren. Unser Eindruck ist, dass Mediation eine Wachstumsbranche ist. Es gibt eine Anzahl Mediatorinnen, die hauptberuflich Mediation und Konfliktmanagement anbieten, sowie eine große Anzahl an Kollegen, die von Mediation in Kombination mit anderen Angeboten (Coaching, Beratung, Trainings, Mediationsausbildung etc.) leben.
Es gibt hin und wieder Stellenanzeigen, die explizit für Mediatorinnen ausgeschrieben sind, und viele, in denen Mediation als Zusatzqualifikation gefordert oder erwünscht wird. Die meisten Arbeitgeber, so scheint uns, oder zumindest: Die meisten Personalstellen in den Unternehmen (und darauf kommt es für eine Einstellung ja an) können eine Mediationsausbildung wertschätzen, auch wenn Mediation nur selten die Hauptaufgabe auf einer regulären Stelle sein wird.
Eine Mediationsausbildung wird Ihre Chancen, auf dem Arbeitsmarkt erfolgreich zu sein, steigern – wie genau, können wir aber nicht vorhersagen. Eine interessante Beobachtung ist vielleicht auch, dass nicht wenige Teilnehmende ihre Stelle oder ihren konkreten Arbeitsplatz wechseln, kündigen und/oder eine neue Stelle annehmen. Die Mediationsausbildung trägt oft dazu bei, sich der eigenen Ziele und Fähigkeiten klarer zu werden, so dass Entscheidungen leichter fallen.